Survivor Song
„Survivor Song“
von Paul Tremblay , Buchheim Verlag
Inhalt/Klappentext:
Innerhalb weniger Wochen wird Massachusetts von einem heimtückischen, tollwutähnlichen Virus überrannt. Im Gegensatz zu Tollwut hat die Krankheit eine erschreckend kurze Inkubationszeit. Die Infizierten verlieren den Verstand und werden dazu getrieben, andere zu beißen und anzustecken, bevor sie unweigerlich dem Tod erliegen.
Mitten im Chaos erreicht die Kinderärztin Ramola »Rams« Sherman der Anruf, den sie am meisten gefürchtet hat: Der Mann ihrer besten Freundin Natalie wurde von einem Infizierten zerfleischt und die schwangere Frau beim Versuch, ihn zu retten, selbst gebissen. Die einzige Überlebenschance für Natalie und ihr ungeborenes Kind besteht darin, so schnell wie möglich eine Tollwutimpfung zu erhalten.
Als trotz Quarantäne und Ausgangssperre die Gesellschaft zusammenbricht und die Notfallprotokolle der Regierung versagen, wird der Überlebenskampf der beiden Freundinnen zu einer verzweifelten Odyssee, die ihre schlimmsten Albträume noch übertrifft.
SURVIVOR SONG ist ein Roman über die brutalste Uhr, gegen die zwei Frauen je gelaufen sind – und über eine Freundschaft, die jede Sekunde wert ist.
„Survivor Song“ – Eigene Meinung:
Mit „Survivor Song“ erzählt Paul Tremblay eine ebenso beklemmende wie berührende Geschichte über Freundschaft, Hoffnung und den Kampf gegen die Zeit. In einer Welt, die von einem tollwutähnlichen Virus ins Chaos gestürzt wird, begleitet man die schwangere Natalie und ihre beste Freundin Ramola auf einer verzweifelten Suche nach Hilfe. Dabei entwickelt sich die Handlung zu einem rasanten Wettlauf gegen eine Uhr, die unerbittlich tickt.
Besonders gut gefallen hat mir die dichte Atmosphäre, die Tremblay erschafft. Die Verunsicherung, die Angst und das Gefühl gesellschaftlichen Zerfalls werden glaubhaft auf den Leser übertragen. Gleichzeitig bleibt die Geschichte stets nah an ihren Figuren und verliert trotz aller Dramatik nie den emotionalen Kern aus den Augen. Die Freundschaft zwischen Natalie und Ramola verleiht dem Roman eine menschliche Wärme, die einen durch die düsteren Ereignisse trägt.
Die Handlung ist spannend erzählt, kurzweilig und flüssig zu lesen. Darüber hinaus bietet der Roman zahlreiche gesellschaftskritische Aspekte, die zum Nachdenken anregen. Viele der Themen wirken erschreckend aktuell und erinnern sowohl an Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit als auch an Herausforderungen unserer Gegenwart. Dadurch gewinnt die Geschichte zusätzlich an Tiefe und Relevanz.
Ein besonderes Lob verdient außerdem die wunderschöne Gestaltung dieser Ausgabe. Die Bleistiftzeichnungen von Daniele Serra sind in ihrer Schlichtheit beeindruckend und entfalten gerade durch ihre reduzierte Darstellung eine enorme Wirkung. Sie ergänzen die Geschichte perfekt und verleihen dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre.
Fazit:
Survivor Song hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist ein spannender, emotionaler und nachdenklich stimmender Roman, der weit mehr bietet als eine klassische Virus- oder Endzeitgeschichte. Für mich waren das verdiente 4 von 5 Sternen.
Eure Nora

Previous Post
