Kaiserstuhl

“Kaiserstuhl” 

von Brigitte Glaser

Meine Bewertung

„Ihr Vater erzählte gern, dass sie beim Knall eines Champagnerkorkens das Licht der Welt erblickte, was ihm als Weinhändler ein gutes Omen erschien… – Brigitte Glaser (S.11)

Kaiserstuhl

Inhalt/Klappentext:

1962:
Zwei Menschen in einer Grenzregion

Am Kaiserstuhl kreuzen sich kurz nach Kriegsende die Wege von Henny Köpfer und Paul Duringer. Die Tochter eines Weinhändlers und der elsässische Soldat leben auf dem Hof der alten Bäuerin Kätter. Mit ihr und dem kleinen Kaspar wachsen sie zu einer Familie zusammen. Doch es sind keine einfachen Zeiten. So leicht die Liebe entstand, zerbricht sie auch wieder. Paul verschwindet ganz plötzlich, und auch Henny kehrt dem Kaiserstuhl den Rücken.
Erst 1962 stehen sich Henny und Paul wieder gegenüber. Sofort brechen alte Wunden auf, und am liebsten würden beide noch einmal davonlaufen. Doch das können sie nicht. Denn Henny ist im Besitz einer alten Champagnerflasche, die Paul im Auftrag des französischen Sicherheitsdienstes sucht. Sie ist an Symbolkraft kaum zu überbieten, sie steht für die Plünderungen der Deutschen in Frankreich und soll Adenauer und de Gaulle bei einem Festakt überreicht werden.

Eigene Meinung:

Für mich war „Kaiserstuhl“ von Brigitte Glaser ein kleiner Ausflug in ein völlig neues Genre. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren, bin ich da ja mittlerweile aufgeschlossener und offensichtlich ist die Bestsellerautorin, die mir bis dahin unbekannt war, ein guter Einstieg.

Ich mochte ihren Schreibstil. Obwohl ich zu Beginn erst einmal Schwierigkeiten hatte, in die Erzählung hinein zu finden und mich mit den Charakteren zu arrangieren. Die persönlichen Geschichten der einzelnen handelnden Personen fand ich gut ausgearbeitet und schön mit geschichtlichen Fakten verwoben. Auch wenn ich keinen persönlichen Bezug zum Thema Champagner oder Weinanbau habe, fand ich es dennoch fesselnd und auch an einigen Stellen spannend. Die Recherche-Arbeit der Autorin empfand ich als wirklich herausragend und brillant. Tatsächlich hat mir diese Geschichte Lust auf einen Besuch im Elsass gemacht, dem ich recht bald nachkommen möchte.

Fazit:

Eine wunderbare und spannende Geschichte der deutsch-französischen Nachkriegszeit. Realistisch, eingängig und ausgezeichnet recherchiert. Sicherlich ist es auch nicht mein letztes Buch der Autorin.

One Response to “Kaiserstuhl

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