Die Farbe von Milch

„Die Farbe von Milch“

von Nell Leyshon

„Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.“

Meine Bewertung

 

 

Die Farbe von Milch

Inhalt/Klappentext:

Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

 

Eigene Meinung:

Zugegeben, lag die Intension, dieses Buch zu lesen oder in meinem Fall das Audiobook zu hören, zu allererst rein auf der wunderschönen Gestaltung des Covers. Es hat so etwas wundervoll Schlichtes und beruhigendes. So ging ich an dieses knapp 5 Stündige (4h 38 / 4 CDs) Hörbuch absolut unbedarft und vorurteilsfrei heran.

In der Lesung, schenkt Laura Maire der Protagonistin Mary ihre Stimme. Bekannt als Synchronstimme für Ashley Greene (als Alice Cullen in Twilight)  oder Brie Larson im Oscarprämierten Film „Raum“ verleiht sie mit ihrer eingängigen und sanften Stimme Mary so unendlich viel Leben und Identität. Ich würde fast behaupten, in der Hörfassung kommt das Buch bzw. die Geschichte noch besser zur Geltung als in der eigentlichen Buchfassung, die im Übrigen ganz ohne Interpunktion geschrieben ist. Ein Umstand, mit dem wohl nicht jeder Leser klar kommt. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache.

Der Inhalt und vor allem der Schluss des Buches haben mich dann doch mehr als überrascht und beeindruckt. Generell hat mich die ganze Geschichte der 15 jährigen Bauerstochter Mary emotional sehr beschäftigt und an vielen Stellen traurig gemacht, ob der Tatsache, wie Frauen und Mädchen in Marys Stand, fernab jeglicher Bildung, damals lebten. Nell Leyshon hat die Protagonistin Mary derart lebendig und echt gezeichnet, das es ein Leichtes war, mich für ihre Geschichte zu interessieren und zu begeistern. Ich war jedoch nicht darauf gefasst, welch unvorhersehbare Wendung ihre Erzählung am Ende nimmt. Sie lies mich sprachlos zurück und hat das gesamte Buch in seiner Gänze zu etwas absolut Besonderem gemacht.

Fazit:

Die Einfachheit dieser Geschichte macht sie umso glaubwürdiger und authentischer! Absolute Lese(-Hör) -empfehlung!

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