Wie Monde so silbern

“Wie Monde so silbern” – Die Luna-Chroniken 1

von Marissa Meyer

Meine Bewertung

Asche und Tod, das Blut, das ist rot.


Inhalt/Klappentext:

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh…

Eigene Meinung:

Bei dieser Märchen-Adaption um Cinderella, ist mir einmal wieder bewusst geworden; „Man soll ein Buch nicht (immer) nach seinem Einband beurteilen. Die schlichte Aufmachung des Buches mit all den kleinen Damenpumps, die ich erst auf den zweiten Blick so richtig wahrnahm, verhieß mir automatisch, dass es sich hierbei um einen weiteren Herzschmerz-Roman handelt, mit Teenagern die am laufenden Band unsinnige Entscheidungen treffen und auch sonst hauptsächlich überwiegend „Drama, Drama, Drama“ produzieren.

Wer hätte gedacht, dass es sich nun um eines meiner Jahreshighlights handelt. * lach *

Die Autorin hat hier Großartiges zusammengeschrieben. Zunächst hat sie Aschenputtel in die ferne asiatische Zukunft katapultiert und die unwillkommene Dienstmagd mit Ruß und Dreck auf den Wagen in einen Cyborg namens Cinder verwandelt, die ihren Lebensunterhalt als Mechanikerin bestreitet. Natürlich finden auch eine böse Stiefmutter und Stiefschwestern den Weg in diese Geschichte, genauso wie ein junger Prinz, der Cinder vor Herausforderungen stellt.

Die Protagonistin Cinder ist so unglaublich sympathisch, aber auch gleichzeitig so glaubwürdig in ihren Entscheidungen. Man muss sie einfach ins Herz schließen. Selbst den jungen Prinz Kai umgibt eine erwachsene und kluge Aura, das auch er als ein wunderbar ernsthafter und solider Charakter herüber kommt.

Auch wenn es hier sicher an einigen Stellen um Liebe und Zuneigung gehen mag, so stehen doch eher politische Machtkämpfe um die Herrschaft der Erde und eine epidemische und todbringende Krankheit im Vordergrund. Das mochte ich sehr und der Spannungsfaden wurde durch die Autorin immer schön straff gehalten. Jede Menge aha-Effekte, Plot-Twists und zu lösende Geheimnisse runden diesen wunderbaren ersten Teil der Luna-Chroniken “Wie Monde so silbern”, ab.

Fazit:

Mein absolutes Jahreshighlight aus dem Bereich Märchen-Adaption! Ganz dicke Leseempfehlung!

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