Gwendys letzte Aufgabe

“Gwendys letzte Aufgabe” 

von Stephen King und Richard Chizmar

Meine Bewertung

„Du musst widerstehen. Fass den Wunschkasten nicht an, zieh ihn erst gar nicht aus dem Segelbeutel heraus, wenn nicht unbedingt notwendig. Wann immer du es nämlich tust, wirst du stärker in seinen Bann geraten.

Gwendys letzte Aufgabe

Inhalt/Klappentext:

Castle Rock, wir haben ein Problem!

Gwendy, inzwischen in einem hohen politischen Amt und für Klimafragen zuständig, begibt sich zu wissenschaftlichen Zwecken in die Erdumlaufbahn. Dabei ist sie aber auf ihrer eigenen geheimen Mission unterwegs. Der Wunschkasten ist zu ihr zurückgekehrt, mächtiger und zerstörerischer denn je. Die Aufgabe, die Welt zu retten, könnte für sie zu einer Reise ohne Rückkehr werden.

Eigene Meinung:

Da es sich hierbei bereits um den dritten und abschließenden Band einer Reihe handelt, ist es nahezu unmöglich eine spoilerfreie Bewertung zu verfassen. Wer also noch keine Kenntnis zur Gwendy Trilogie besitzt und sich nicht die Lesefreude nehmen mag, den bitte ich nun auf eigene Verantwortung weiterzulesen.

Ein letztes Mal wird unsere mittlerweile über 60jährige Gwendy dem Wunschkasten habhaft. Ihre abschließende Aufgabe ist so klar wie ebenso notwendig. Die Vernichtung dieses unheilvollen, wie faszinierenden Gegenstandes steht an. Eine Zerstörung auf herkömmlichem Wege ist ausgeschlossen, somit bleibt Gwendy im Grunde nur das All in seiner tiefschwarzen Unendlichkeit. Als Senatorin mit den nötigen Connections und Vitamin B ergattert sie einen begehrten, bemannten Flug ins All. Unter dem Deckmantel der Wetterbeobachtung und Forschung nimmt ihr Plan und deren Durchführung Gestalt an. Doch auch der unselige Wunschkasten hat seine Fürsprecher und Verbündeten….

Mit einem derartigen Abschluss, vor allem was den Schauplatz der Haupthandlung betrifft hätte ich tatsächlich nicht gerechnet. Gwendy im All…hört sich irgendwie skurril und abstrakt an. Passt aber schlussendlich wie die Faust aufs Auge. Viele Erzählstränge finden auf diesen 350 Seiten ihre Aufklärung und beantworten Fragen, die die beiden Vorgängerbände zutage förderten sehr zufriedenstellend.

Einen besonderen Leckerbissen und kleine epische Gruselmomente beschert uns hier Stephen King, indem er im Laufe der Geschehnisse und Rückblicke sogar noch einmal nach Derry zurückkehrt und alte bekannte Romanfiguren und Schauplätze gewitzt miteinander verknüpft…unter Umständen könnte das vielleicht mit einem roten Luftballon oder aber auch mit einem ominösen Turm zusammen hängen, aber ich möchte mich an dieser Stelle doch sehr zurückhalten. *zwinker*

Wobei ich spannungstechnisch sehr ins Schwitzen geraten bin war Gwendys beginnende Alzheimer-Demenz, die ihr bei der Erfüllung ihrer „letzten Aufgabe“ übel zusetzt und ich ständig in Sorge um sie und das Ziel der Operation war.

Zum Schluss habe ich sogar ein bisschen mit den Tränen kämpfen müssen. Zum einen Aufgrund der ergreifenden Atmosphäre und zum anderen, weil eine wunderbare Erzählung mit einer liebgewonnenen Protagonistin für mich hier ihr Ende fand.

“Leben um Leben, dachte sie. Er hat meine Mutter gerettet und mir meinen Geliebten genommen. Der verdammte Kasten war seit jeher so gewesen – er mochte es, wenn Gleichstand herrschte.”

Fazit:

Eine großartige Umsetzung und ein gelungenes Ende der Gwendy-Reihe. Spannend und atmosphärisch erzählt und gespickt mit kleinen „Schokolädchen“ aus Kings anderen düsteren Geschichten.

One Response to “Gwendys letzte Aufgabe

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