Töchter der Freiheit

Töchter der Freiheit

von Theresa Jeßberger

Meine Bewertung

 

 

Töchter der Freiheit

Inhalt/Klappentext:

„Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!“

Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen. Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.

Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?

Eigene Meinung:

 

Gleich die ersten Kapitel haben mich auf eine Art und Weise bewegt, die mich selten so fesseln und gleichzeitig so bedrücken können. Die Autorin hat mit ihrem angenehm flüssigen Schreibstil die Lebenslage und den bevorstehenden Gang zum Schafott der Magierin Loreba so eindrucksvoll und eingängig beschrieben, dass ich während der ersten Seiten schon Tränen in den Augen hatte. Man konnte ihre Todesangst förmlich spüren!

Alles was danach kam, zog sich leider etwas zu sehr für meinen Geschmack und ich hatte bis weit nach der Mitte des Buches sehr zu tun um am Ball zu bleiben.

Auch vermisste ich eine Karte des Landes mit all seinen Städten, Flüssen oder gar Grafschaften. Denn die Fülle dessen war schon sehr enorm und mir fehlte etwas die Vorstellungskraft, wo genau sich welcher Ort des Geschehens denn nun befand.

Schon aus dem Klappentext lässt sich entnehmen, dass es sich hier um einen Fantasyepos größeren Ausmaßes handelt, denn mit dem Bund der Aurenen, einer tyrannischen Königin nebst Kronrat, eine Fülle an Adelshäusern und den Brüdern Mhyrias ist diese Geschichte randvoll mit Charakteren, die es im Kopf zu behalten gilt um Lesefreude entstehen zu lassen und die damit verbundene Komplexität dieser Erzählung in sich aufzunehmen.

Trotz der durchaus gut erdachten Lebendigkeit der wichtigsten Handlungsträger ist mir das nicht immer gelungen und erst zum Ende hin konnte mich die Geschichte wieder fesseln und begeistern.

Fazit:

Alles in allem eine durchaus gute Fantasygeschichte, in der Liebe und eigentlich auch die Magie im Wesentlichen eher eine untergeordnete Rolle spielen, aus der man aber noch etwas mehr herausholen hätte können.

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