Die Königs Chroniken 1 – Ein Reif von Eisen

Die Königs Chroniken – Ein Reif von Eisen

von Stephan M. Rother

Meine Bewertung

“Ein gelungener Auftakt mit einem absolut spannenden Ende!” 

Reif von Eisen


Inhalt/Klappentext:

Im Kaiserreich der Esche herrscht Unruhe. Die Blätter des heiligen Baumes beginnen zu welken – ein Machtwechsel steht kurz bevor.
Stammesfürst Morwa sucht in der düsteren Zeit die Völker des Nordens unter seinem Banner zu einen. Nur einen Stamm gilt es noch zu besiegen. Eile ist geboten, er spürt sein Ende nahen. Einzig die Kräfte der Sklavin Ildris erkaufen ihm eine letzte Frist. Doch welchem seiner Söhne soll er den Reif des Anführers anvertrauen? Die falsche Entscheidung könnte die Welt in Dunkelheit stürzen.
Zur selben Zeit will die junge Leyken aus dem Oasenvolk des Südens einen Schwur erfüllen: Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Schwester und fällt dabei in die Hände von Söldnern. Kurz darauf findet sie sich in der kaiserlichen Rabenstadt im Netz höfischer Intrigen wieder.
In der längsten und kältesten Nacht des Jahres spitzen sich die Ereignisse zu, das Schicksal der Welt liegt in den Händen dreier Frauen: Ildris’, die ein Geheimnis mit sich trägt, der ehrgeizigen Leyken und Morwas unehelicher Tochter Sölva. Können sie gegen die Dunkelheit bestehen? Kann eine von ihnen das Land aus der Dunkelheit führen?

Eigene Meinung:

In diesem fantastischen Roman geht es um das alte Kaiserreich der Esche, deren Blätter zu welken beginnen und dies für die gesamte Welt Auswirkungen zu haben scheint. Ob sich ausbreitende Sümpfe, zunehmende Dürre oder Verfall im Allgemeinen. Alle sind auf unterschiedliche Weise betroffen und alles steht miteinander in Verbindung.

Wir erleben in der Geschichte das Geschehen durch mehrere Personen. Zum einen den Stammesfürst Morwa, der versucht alle Völker des Nordens unter einem Banner zu einen, den Reif von Eisen abzulegen und somit den Reif von Bronze anzulegen. Außerdem ist er von einer schweren Krankheit befallen und muss unter seinen Söhnen einen Nachfolger bestimmen, bevor es zu spät ist. Doch wem kann er vertrauen, wer ist geeignet?

Teil dieses Stammes ist auch die junge Sölva, Tochter des Morwa und einer seiner Nebenfrauen. Diese gerät, auch in Verbindung mit dem Auftauchen einer rätselhaften Fremden zunehmend in die Geschehnisse und geheimen Machtkämpfe innerhalb des Stammes.

Zur gleichen Zeit, an einem anderen Ort des Landes, begibt sich das Mädchen Leyken auf die Reise zur Esche und damit auf die Suche nach ihrer entführten Schwester Ildris und um einen damit verbunden Schwur zu erfüllen.

Und dann gibt es noch den jungen Dieb Pol aus der Küstenstadt Carcosa, der unfreiwillig und wie zufällig in eine Jagd von Flüchtigen gerät und danach für ihn nichts mehr so sein wird wie es einmal war.

Der Autor hat hier eine Welt erschaffen, die unserer eigenen frühen altertümlichen Welt nicht unähnlich erscheint und sie mit fantastischen Elementen bestückt. Viele Parallelen wurden hierbei zu den Göttersagen aus der Edda gezogen und wie sie Stück für Stück in den Köpfen der Menschen in Vergessenheit geraten und die Welt somit den Zorn der alten Götter auf sich zieht.

Zu Beginn hatte ich echt kurz Panik, das ich bei all diesen Namen, Orten und Clans nicht durchblicke bzw. den Überblick verliere, doch mit Hilfe der schönen Landkarte im vorderen Teil des Buches und mit dem Abfinden der Tatsache, dass ich dieses Buch, wie so viele andere nicht einfach querlesen kann, kam ich schnell mit der Geschichte und ihren verschiedenen Charakteren und Schauorten zurecht. Die Figuren und die Umgebung sind wunderbar detailliert beschrieben und ich hatte ein klares Bild vor Augen, mit genug Spielraum für meine eigene Fantasie.

Vor allem die Beschreibung der riesigen Esche, ihren Bewohnern und ihrer Lebensweise fand ich extrem faszinierend und man kann Stephan M. Rother nur bewundern, für so viel Fantasie!

Im Allgemeinen bin ich begeistert von diesem grandiosen, gar epischen Schreibstil, der aber auch an manchen Stellen ebenso anspruchsvoll erscheint.

Man merkt dem Werk deutlich an, das sein Erschaffer studierter Historiker ist und so blieb es nicht aus, während des Lesens das ein oder andere unbekannte Wort oder Begriff im hiesigen Duden nachzuschlagen. Dies sehe ich aber nicht als Nachteil, sondern macht diese Geschichte zu etwas Besonderem unter all der Flut von neuen Fantasy-Romanen auf dem derzeitigen Buchmarkt.

Fazit:

Mir hat dieser Auftakt sehr gut gefallen und freue mich nun, schon allein wegen des vielversprechenden Endes, auf den zweiten Band und wie es mit Pol, Leyken, Sölva und Co. weiter geht.

Ich spreche meine absolute Leseempfehlung aus, ein Muss für Fantasy-Fans!

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