Die Farbe aus dem All

„Die Farbe aus dem All“

von H.P. Lovecraft , Anaconda Verlag

Meine Bewertung


Inhalt/Klappentext:

Mit vierfarbigen, ganzseitigen Illustrationen

»Nur eine Farbe … ihr Gesicht nimmt manchmal nachts die Farbe an … und es brennt und saugt … es kommt von einem Ort, wo die Dinge nicht sind wie hier …« Nahum Gardner

Ein kleiner Meteor kracht in den Garten des Hofs der Familie Gardner in einem Tal hinter Arkham, im ländlichen Neuengland. Er muss aus den Weiten des Alls stammen und verblüfft die eingetroffenen Wissenschaftler: Er ist flüchtig, scheint sich ohne jede Spur aufzulösen. Aber später verändert sich etwas an den Farben der Blätter und Blüten und der Geschmack der Früchte ist anders und in die huschenden Bewegungen der Tiere des Waldes hat sich eine außerweltliche, schreckliche Qualität geschlichen. Familie Gardner muss um ihren Verstand und ihr Leben kämpfen.

  • »Die älteste und stärkste Form der Angst ist die Angst vor dem Unbekannten.« H. P. Lovecraft
  • Kosmischer Horror in Reinform – »Die Farbe aus dem All« zählt zu Lovecrafts gelungensten Geschichten
  • Lovecraft beschreibt eine extraterrestrische Kraft: Ganz und gar unmenschlich, unergründlich und unbezwingbar
  • Salvador Sanz erweckt die düsteren Fantasien des Horrorklassikers meisterhaft und verstörend realistisch zum Leben
  • Diese Kombination aus klassischem Horror und Science-Fiction war wegweisend für Lovecrafts Werk und für so viele große Fantastik-Autor*innen nach ihm.

„Die Farbe aus dem All“ – Eigene Meinung:

„Die Farbe aus dem All“ habe ich nun bereits zum zweiten Mal gelesen. Diesmal allerdings in der neuen, illustrierten Ausgabe aus dem Anaconda Verlag. Und auch beim erneuten Lesen hat die Geschichte für mich nichts von ihrer Wirkung verloren.

Im Gegenteil, für mich zählt sie nach wie vor zu Lovecrafts besten und gleichzeitig gruseligsten Werken. Dabei ist es gar nicht unbedingt der offensichtliche Horror, der mich hier so packt. Es ist vielmehr diese schleichende, immer bedrückender werdende Atmosphäre und das Gefühl, dass etwas vollkommen Fremdes und Unbegreifliches Einzug hält. Gerade diese Hilflosigkeit gegenüber etwas, das sich weder erklären noch wirklich erfassen lässt, empfinde ich als unglaublich beklemmend.

Obwohl ich die Geschichte bereits kannte und natürlich wusste, was mich erwartet, war es wieder eine wahre Freude, sie zu lesen. Vielleicht sogar gerade deshalb, denn diesmal konnte ich mich noch stärker auf die Atmosphäre und die vielen kleinen Details konzentrieren.

Ein besonderes Highlight dieser Ausgabe sind für mich die Illustrationen von Salvador Sanz. Sie passen wunderbar zur düsteren Stimmung der Erzählung und haben mich immer wieder innehalten und die Bilder genauer betrachten lassen. Dadurch bekommt der bekannte Klassiker noch einmal einen ganz eigenen Reiz und für mich definitiv einen Mehrwert gegenüber einer reinen Textausgabe.

Fazit:

Düster, unheimlich und herrlich beklemmend! Für mich bleibt „Die Farbe aus dem All“ eines der stärksten Werke Lovecrafts und diese wunderschön illustrierte Ausgabe ist eine kleine, aber feine Bereicherung fürs Bücherregal.

Eure Nora

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.