Das Buch der gefallenen Blätter

„Das Buch der gefallenen Blätter“

von A.S. Tamaki , Hobbit Presse

Meine Bewertung


Inhalt/Klappentext:

Seine Blutsbande werden einen Krieg entfachen
Ihre Seele spricht mit den Göttern
Ihr Bund kann ein Imperium zum Einsturz bringen

Im Mittelpunkt dieses machtvollen, von Ehrgeiz, Rache und Opferbereitschaft geprägten Fantasy-Epos stehen unverwechselbare Protagonisten, ein atemberaubendes Worldbuilding und vor allem ein großes Abenteuer. Ein Held und eine Heldin stellen sich dem Kampf mit den hinterhältigsten Clans und gefährlichsten Dämonen.
Sen Hoshiakari hat alles verloren, in der Nacht, als die Rebellion seines Vaters scheiterte und seine gesamte Familie ermordet wurde. Der Prinz dieses ehemals so mächtigen Clans wird ins Exil verbannt. Seines Geburtsrechtes beraubt, ist Sen fest dazu entschlossen, die Ländereien seiner Vorfahren zurückzugewinnen und ihre Ehre wiederherzustellen, und das um jeden Preis. Mit ihm auf seiner gefahrvollen Reise ist Rui – ein Bauernmädchen. Sie hat Sens Leben gerettet, in der Nacht, als seine Familie ermordet wurde. Gleichwohl ist sie eine Getriebene und unsicher, welchen Platz sie in der Welt einnehmen wird. Und sie hat noch keine Ahnung, was die Götter mit ihr vorhaben. Während ein Bürgerkrieg das Land ins Chaos stürzt, erwachen alte Dämonen, die Rache an allem nehmen wollen, was lebt. Sen und Rui sind entschlossen, für sich und ihre Vorfahren zu kämpfen, sie können aber noch nicht wissen, welch blutigen Preis dies von ihnen fordern wird.

„Das Buch der gefallenen Blätter“ – Eigene Meinung:

„Das Buch der gefallenen Blätter“ war für mich eines dieser Bücher, bei denen ich während des Lesens immer wieder dachte: Eigentlich müsste mich diese Geschichte viel mehr begeistern. Denn vor allem das Setting hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Welt wirkt ungewöhnlich, atmosphärisch und hebt sich angenehm von vielen bekannten Fantasykulissen ab. Die Grundidee besitzt definitiv ihren Reiz und war auch einer der Gründe, weshalb ich trotz meiner Schwierigkeiten neugierig weitergelesen habe.

Genau diese Schwierigkeiten gab es allerdings häufiger. Besonders zu Beginn, aber auch im weiteren Verlauf, fiel es mir nicht immer leicht, mich innerhalb der Geschichte zurechtzufinden. Zusammenhänge, Figuren und Ereignisse musste ich gedanklich immer wieder neu sortieren. Fantasy darf für mich durchaus komplex sein und ihren Leser einiges abverlangen, hier führte die Komplexität bei mir jedoch leider häufiger zu Verwirrung als zu Faszination. Dadurch kam mein Lesefluss immer wieder etwas ins Stocken.

Mein größter Kritikpunkt waren jedoch die Charaktere. Zu den handelnden Figuren konnte ich keine wirkliche emotionale Verbindung aufbauen. Dabei müssen Charaktere für mich keineswegs sympathisch sein, ich brauche aber etwas, das mich mit ihnen mitfühlen, mitfiebern oder zumindest ihre Entwicklung gespannt verfolgen lässt. Genau diese Nähe wollte sich hier nicht einstellen. Die Figuren blieben für mich auf Distanz und damit leider auch ein Stück weit die gesamte Geschichte.

Das ist besonders schade, weil ich durchaus sehe, welches Potenzial in diesem Buch steckt. Setting, Atmosphäre und Grundidee haben mir gefallen und immer wieder gab es Momente, die meine Neugier geweckt haben. Für mich wollten sich diese einzelnen Stärken am Ende jedoch nicht zu einem vollkommen überzeugenden Gesamtbild zusammenfügen.

Fazit:

„Das Buch der gefallenen Blätter“ punktet für mich vor allem mit seinem faszinierenden Setting und einer interessanten Grundidee. Gleichzeitig machten mir die teilweise verwirrende Erzählweise und insbesondere die fehlende Verbindung zu den Charakteren den Zugang schwer. Kein schlechtes Buch, aber eines, bei dem der entscheidende Funke bei mir leider nicht vollständig übergesprungen ist.

Eure Nora

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.