Bestiarium – Lovecrafts fantastische Wesen
„Bestiarium – Lovecrafts fantastische Wesen“
von H.P. Lovecraft , Anaconda Verlag
Inhalt/Klappentext:
Mit großen farbigen Illustrationen von Enrique Alcatena
Ein Guide durch H. P. Lovecrafts Monsterwelt mit ins Deutsche übersetzten Originaltexten und ganzseitigen Abbildungen – von Azathoth zu Nyarlathotep, von Dagon zu Tsathoggua. Enrique Alcatena erweckt 22 der unaussprechlichen Kreaturen zu farbigem Leben. Neben den 22 ganz- oder doppelseitigen Abbildungen findet sich je ein Auszug aus den fantastischen Geschichten H. P. Lovecrafts, in dem die ikonischen Kreaturen ihren Auftritt haben.
»Es war dieser Alkoven, der Jones faszinierte. Dort standen klumpige Mischformen aus Wachs, fantastische Kreationen, gefertigt mit teuflischem Können, und auf schrecklich lebensechte Weise bemalt. Einige waren Wesen aus allgemein bekannten Mythen, andere entsprangen dunkleren Mythenzyklen, über die man nur heimlich flüsternd sprach: der schwarze, formlose Tsathoggua, der tentakelbewährte Cthulhu, der berüsselte Chaugnar Faugn und weitere sagenumwobene Ungeheuerlichkeiten aus verbotenen Büchern wie dem Necronomicon.«
- »Alle jüngeren Horrorerzählungen gehen zurück auf H. P. Lovecraft.« Die ZEIT
- Lovecrafts Kreaturen in meisterhaften, farbenprächtigen Illustrationen
- Enrique Alcatenas detailreiche Zeichnungen erwecken Lovecrafts übernatürliche Wesen zum Leben
- Lovecraft ist Vorbild für Fantasy-Götter wie Terry Pratchett und Horror-Legenden wie Stephen King
„Bestiarium – Lovecrafts fantastische Wesen“ – Eigene Meinung:
Nach Die Farbe aus dem All durfte direkt der nächste kleine Lovecraft-Band aus dem Anaconda Verlag bei mir einziehen und mit gerade einmal rund 70 Seiten war auch dieser in einem Rutsch gelesen.
Das „Bestiarium“ ist im Grunde ein kleines Nachschlagewerk zu den zahlreichen Monstern, Dämonen, außerirdischen und gottähnlichen Wesen, die H. P. Lovecrafts Geschichten bevölkern. Begleitet werden die einzelnen Einträge von großformatigen Illustrationen von Enrique Alcatena. Deren Umsetzung hat mir mal mehr, mal weniger gefallen. Einige Bilder fand ich wirklich eindrucksvoll und passend zur düsteren, fremdartigen Welt Lovecrafts, andere konnten mich dagegen nicht ganz abholen.
Etwas schwieriger fand ich stellenweise die dazugehörigen Textauszüge. Ohne den vollständigen Kontext der jeweiligen Geschichte waren manche Passagen für mich nicht sofort einzuordnen und die beschriebenen Wesen auch nicht immer leicht vorstellbar. Das dürfte allerdings vor allem daran liegen, dass ich selbst noch längst nicht jede Geschichte aus dem Lovecraft-Kosmos kenne. Wer mit seinem Werk bereits umfassender vertraut ist, wird vermutlich deutlich schneller erkennen, woher die jeweiligen Kreaturen stammen und welche Bedeutung sie innerhalb der Geschichten haben.
Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, fand ich das Bestiarium interessant. Es vermittelt einen schönen Eindruck davon, wie umfangreich und eigenartig Lovecrafts Kreaturenwelt eigentlich ist, und macht durchaus neugierig auf die Geschichten, die ich bislang noch nicht kenne.
Fazit:
Ein kleines, ungewöhnliches und schön aufgemachtes Nachschlagewerk für Lovecraft-Fans. Nicht jede Illustration hat meinen Geschmack getroffen und manche Textpassage blieb ohne Kenntnis der Ursprungsgeschichte etwas schwer greifbar. Insgesamt ist das „Bestiarium“ aber eine interessante Ergänzung zum Lovecraft-Kosmos und wer seine Geschichten liebt, sollte für dieses kleine Kuriositätenkabinett definitiv noch ein Plätzchen im heimischen Bücherregal finden.
Eure Nora

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