The Haar – Der Nebel vor Witchaven
„The Haar – Der Nebel vor Witchaven“
von David Sodergren , FestaVerlag
Inhalt/Klappentext:
Muriel McAuley hat ihr gesamtes Leben im abgelegenen Fischerdorf Witchaven verbracht. Hier, an der rauen schottischen Küste, wurde sie geboren und hier will sie auch sterben.
Doch als ein skrupelloser Investor das Dorf aufkaufen und die Bewohner vertreiben will, scheint das Ende ihrer Heimat besiegelt.
Bis der Nebel kommt.
The Haar.
Dicht und lautlos kriecht der eisige Meeresnebel heran. Für manche bringt er Erlösung, für andere Wahnsinn und Tod.
Und für Muriel hält der Haar ein besonderes Geschenk bereit.
Blutig, grotesk und traurig zugleich. Ein außergewöhnlicher Horrorroman von David Sodergren, der im englischsprachigen Raum als Kultautor gefeiert wird.Horror Obsessive:»The Haarverbindet Cosmic Horror, Folk Horror und Body Horror nahtlos miteinander und das auf höchst verstörende Weise.«
„The Haar – Der Nebel vor Witchaven“ – Eigene Meinung:
Manchmal ist das Grauen nicht das Schlimmste, was einem Menschen widerfahren kann. Manchmal ist es die Hoffnungslosigkeit.
Was habe ich bei „The Haar“ erwartet? Eine blutige, groteske Horrorgeschichte mit einer ordentlichen Portion Wahnsinn. Was habe ich bekommen? All das und eine Geschichte, die mich emotional vollkommen unerwartet getroffen hat.
An der rauen schottischen Küste kämpft die alte Muriel um ihre Heimat. Doch als ein geheimnisvoller Meeresnebel aufzieht, nimmt die Geschichte eine Wendung, die ebenso bizarr wie erschütternd ist.
Genau darin liegt für mich die unglaubliche Stärke dieses Buches. Nicht im Horror, nicht in den verstörenden Szenen oder der grotesken Brutalität. Sondern in der tiefen Traurigkeit, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung zieht.
Was zunächst noch skurril und beinahe absurd erscheint, entwickelt eine emotionale Wucht, die ich so überhaupt nicht erwartet hatte. Mit jeder Seite wird deutlicher, wie viel Schmerz, Sehnsucht und Verzweiflung zwischen diesen Zeilen stecken. Bis sich schließlich alles zu einem Höhepunkt verdichtet, der in einer nahezu unerträglichen Hoffnungslosigkeit mündet.
Und genau das hat mich mehr erschüttert als jeder noch so grausame Horrormoment.
David Sodergren hat hier für mich etwas Außergewöhnliches geschaffen. Eine Geschichte, die gleichermaßen abstoßend und wunderschön traurig sein kann. Die einem den Magen umdreht und gleichzeitig das Herz bricht.
Fazit:
Für mich ein absolutes Lesehighlight! Nicht, weil ich mich besonders gegruselt habe, sondern weil mich diese Geschichte auf eine Weise berührt hat, mit der ich niemals gerechnet hätte.
Eure Nora

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