Dead Space
„Dead Space“
von Kali Wallace , Heyne Verlag
Inhalt/Klappentext:
Hester Marley war einst die beste KI-Trainerin des Sonnensystems, doch dann verlor sie bei einem Terroranschlag beinahe das Leben und strandete auf einer kleinen Raumstation, wo sie als Security Officer arbeitet. Als sie von einem Freund, ebenfalls ein Überlebender des Anschlags, eine kryptische Botschaft erhält und kurz danach erfährt, dass er unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist, nimmt sie die Ermittlungen auf. Sie fliegt in die abgelegene Asteroiden-Mine – und entdeckt dort ein Geheimnis, das besser in der Schwärze des Alls verborgen bleiben sollte…
„Dead Space“ – Eigene Meinung:
Der Roman überzeugt zunächst mit einer starken Grundidee: Die Verbindung aus KI-Thematik, Isolation im All und kriminalistischer Handlung schafft ein atmosphärisch dichtes und vielversprechendes Setting. Besonders die düstere Stimmung sowie die Einbindung psychologischer Aspekte wie Trauma und Isolation empfand ich als gelungen. Allerdings verliert die Geschichte im weiteren Verlauf an erzählerischer Dynamik. Mehrere Passagen wirkten etwas unnötig gestreckt, wodurch der Spannungsaufbau litt. Vor im letzten Drittel flachte für mich die Spannung doch deutlich ab, sodass das Finale bei mir einfach nicht die erhoffte Intensität erreichte. Zusätzlich hatte ich wirklich Mühe, mir das Setting vorzustellen, und genau dadurch ist für mich ein großer Teil der Atmosphäre verloren gegangen. Weiterhin konnte ich auch zur Protagonistin, trotz interessanter Ausgangslage nur einen begrenzten emotionale Zugang finden.
Fazit:
„Dead Space“ bietet ein überzeugendes Konzept und eine solide Atmosphäre, scheitert jedoch an einer konsequenten erzählerischen Umsetzung. Wer Wert auf Ideenreichtum im Sci-Fi-Bereich legt, wird hier interessante Ansätze finden, muss jedoch Abstriche bei Spannung und Figurenbindung in Kauf nehmen.
Eure Nora

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