Das Ende der Welt wie wir sie kennen

„Das Ende der Welt wie wir sie kennen“

von Christopher Golden , Brian Keene , Buchheim Verlag

Meine Bewertung


Inhalt/Klappentext:

Seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1978 gilt THE STAND als Stephen Kings bahnbrechendes Meisterwerk der apokalyptischen Fiktion. Mit Millionen verkaufter Exemplare und zwei TV-Adaptionen hat dieser Kultroman Generationen von Schriftstellern beeinflusst. Obwohl es andere bemerkenswerte Werke gibt, die den Zerfall der menschlichen Gesellschaft erforschen, war keines so einflussreich wie dieses – mit seiner beeindruckenden Charaktervielfalt und der düsteren, aber letztlich hoffnungsvollen Vision vom Ende und dem Neubeginn unserer Zivilisation.

Nun hat Stephen King zum ersten Mal offiziell eine Rückkehr in die erschütternde Welt von DAS LETZTE GEFECHT autorisiert – in Form dieser Anthologie, präsentiert von den preisgekrönten Autoren und Herausgebern Christopher Golden und Brian Keene.
DAS ENDE DER WELT WIE WIR SIE KENNEN vereint einige der größten und visionärsten Schriftsteller unserer Zeit und bietet unvergessliche, brandneue Erzählungen, die während und nach (und manche vielleicht lange nach) den Ereignissen von DAS LETZTE GEFECHT spielen – vierunddreißig brillante, furchterregende und zutiefst menschliche Geschichten, die bei Lesern weltweit zum unverzichtbaren Begleiter des klassischen Bestseller-Romans avancieren werden.

„Das Ende der Welt wie wir sie kennen“ – Eigene Meinung:

Mit „Das Ende der Welt wie wir sie kennen“ liegt eine ambitionierte Anthologie vor, die offiziell in Stephen Kings ikonischem Kosmos von „The Stand“ (deutsch: Das letzte Gefecht) angesiedelt ist. 34 brandneue Erzählungen namhafter Autoren beleuchten die Apokalypse und ihre Nachwirkungen aus wechselnden Perspektiven, während, nach und teils lange nach den bekannten Ereignissen. Der besondere Reiz: Stephen King selbst hat diese Rückkehr autorisiert und rahmt den Band mit einer Einleitung, flankiert von Vor- und Nachwort der Herausgeber.

Die größte Stärke der Sammlung ist ihre bemerkenswerte Bandbreite. Tonfall, Erzähltempo und thematische Schwerpunkte variieren deutlich: von leiser, fast intimer Endzeit-Melancholie bis zu hartem, kompromisslosem Horror. Jede Geschichte setzt einen eigenen Akzent, ohne den gemeinsamen Resonanzraum zu verlassen. Die Charaktere sind facettenreich, oft moralisch ambivalent und stets zutiefst menschlich, genau hier entfaltet die Anthologie ihre nachhaltige Wirkung.

Vorwissen ist zwar nicht zwingend notwendig, steigert jedoch das Lesevergnügen erheblich. Ohne die Kenntnis der Originalfiguren und -ereignisse gehen Nuancen verloren. Vergleichbar mit einem Insiderwitz, der auch ohne Kontext funktioniert, mit Kontext aber deutlich besser zündet.

Diese Geschichtensammlung ist ein Volltreffer. Selten gelingt es einer Anthologie, durchgängig auf hohem Niveau zu unterhalten, hier schon. Jede Erzählung bietet einen neuen Blickwinkel, keine wirkt überflüssig oder austauschbar. Besonders überzeugend ist der Mut zur Unterschiedlichkeit: nicht jede Geschichte will schockieren, manche wollen nachhallen. Genau diese Mischung macht den Band so reizvoll. Für mich ein absoluter Lesegenuss und eine würdige Rückkehr in eine der eindrucksvollsten Endzeitwelten der Literatur.

Fazit:

„Das Ende der Welt wie wir sie kennen“ ist mehr als ein Begleitband zu „The Stand“: Es ist eine eigenständige, vielstimmige Auseinandersetzung mit dem Ende und dem, was danach kommt. Literarisch hochwertig, thematisch tiefgehend und erfreulich vielseitig – insbesondere für Leser, die Stephen Kings Originalwerk schätzen.

Eure Nora

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.