Vom Abenteuer des Ankommens
„Vom Abenteuer des Ankommens“
von Jasmin Böhm , Kailash Verlag
Inhalt/Klappentext:
„Nach Hallo, Glück – dich gibt’s ja doch“ und „Hallo, Angst – ich mach’s jetzt doch“ geht Jasmin Böhm einen Schritt weiter und ans Ende der Welt.
Mit ihrem fünfjährigen Sohn reist sie 40.000 Kilometer bis nach Australien, ohne dabei in ein Flugzeug zu steigen. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer Reise voller Grenzerfahrungen, Wunder und Entscheidungen, die ihr Leben für immer verändern. Zwischen Schneestürmen und Dschungelpfaden, Segelturbulenzen und stillen Momenten, entdeckt Jasmin, was ihr wirklich wichtig ist. Je weiter sie reist, desto drängender wird die Frage: Wo ist unser Zuhause und was sind wir bereit, dafür loszulassen?
Eine inspirierende Geschichte über Freiheit, die Kraft der Mutterliebe, von innerem Wachstum und der Erkenntnis, dass das Glück nicht am Ziel, sondern auf dem Weg liegt und warum es sich immer lohnt, weiterzugehen.
„Vom Abenteuer des Ankommens“ – Eigene Meinung:
Es gibt Reiseberichte, bei denen man interessante Orte kennenlernt. Und dann gibt es Bücher, bei denen man irgendwann das Gefühl hat, selbst ein kleines Stück mitgereist zu sein. Vom „Abenteuer des Ankommens“ von Jasmin Böhm gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie.
Gemeinsam mit ihrem fünfjährigen Sohn macht sich Jasmin auf den Weg von Deutschland bis nach Australien, über Land und Meer, durch unterschiedlichste Länder und immer wieder hinein ins Ungewisse. Allein diese Vorstellung hat mich beeindruckt und meinen Respekt vor der Autorin während des Lesens immer weiter wachsen lassen.
Jasmin Böhm erzählt ihre Reise lebendig, persönlich und vor allem sehr nahbar. Besonders an den Orten, die sie ins Herz schließt, und bei den Begegnungen, aus denen herzliche Freundschaften entstehen, spürt man beim Lesen die Wärme und Freude dieser Reise. Gleichzeitig wird das Abenteuer keineswegs romantisiert.
Krankheiten, ungeplante Schwierigkeiten und große wie kleine Herausforderungen gehören genauso dazu wie wunderschöne Landschaften und besondere Begegnungen. Gerade diese Mischung hat die Geschichte für mich so authentisch gemacht. Ich habe mitgefiebert, mich mitgefreut und mich mehr als einmal gefragt: Was hätte ich wohl an ihrer Stelle getan?
Denn hinter diesen 40.000 Kilometern steckt noch etwas anderes. Je weiter die Reise voranschreitet, desto stärker rücken Fragen nach Heimat, Freiheit und dem eigenen Lebensweg in den Mittelpunkt.
Was bedeutet Zuhause eigentlich? Was brauchen wir wirklich, um glücklich zu sein? Und muss man manchmal erst sehr weit weggehen, um herauszufinden, wo und wie man ankommen möchte?
Gerade diese persönliche Ebene hat mir besonders gut gefallen. Australien ist zwar das geografische Ziel, doch „Vom Abenteuer des Ankommens“ erzählt ebenso von innerem Wachstum, vom Loslassen und vom Vertrauen in sich selbst.
Fazit:
Ich hatte mit diesem Buch ein wunderbares Leseerlebnis. Jasmins Reise hat bei mir Fernweh geweckt, mich stellenweise nachdenklich gemacht und vor allem beeindruckt. Ganz allein mit einem fünfjährigen Kind ein solches Abenteuer zu wagen, erfordert für mich eine gehörige Portion Mut und ich habe großen Respekt davor, dass sie diesen Weg gegangen ist.
Wer Reiseberichte und wahre Geschichten liebt und dabei nicht nur fremde Länder entdecken, sondern auch eine sehr persönliche Lebensreise begleiten möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
Denn manchmal führt eine Reise über 40.000 Kilometer nicht nur ans andere Ende der Welt, sondern auch ein gutes Stück zu sich selbst.
Eure Nora

Previous Post
