Eine Seite noch
„Eine Seite noch – Warum Lesen uns so glücklich macht“
von Meike Winnemuth , Penguin Books
Inhalt/Klappentext:
Es gibt Bücher, an denen man wächst und solche, an denen man scheitert. Bücher, die einen begeistern, gefangen nehmen, nicht mehr loslassen. Die einen empören, verstören, überfordern, zum Lachen oder zum Weinen bringen. Bestsellerautorin Meike Winnemuth ist zurück und widmet sich nach Weltreise und Garten einer weiteren Passion: dem Lesen. Von Seneca über Tolstoi zu Virginia Woolf und Sally Rooney, von der Bibel bis Fourth Wing liest sie einen Sommer lang alles, was ihr in die Finger kommt. Erfreut sich an Selbstversuchen, trifft andere Leseverrückte, unternimmt Ausflüge in die weite Welt der Literatur. Und findet dabei, was sie nicht gesucht hat. Befindet: Lesen macht das Leben eine Nummer größer. Es schenkt Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch.
„Eine Seite noch – Warum Lesen uns so glücklich macht“ – Eigene Meinung:
„Eine Seite noch – Warum Lesen uns so glücklich macht“ hat mich auf eine ganz besondere Art berührt. Es ist eines dieser Bücher, bei denen ich mich nicht nur als Leser angesprochen fühle, sondern mich in vielen Gedanken und Gefühlen direkt wiedererkenne.
Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch nicht einfach nur über das Lesen spricht, es versteht es. Die Autorin nimmt mich mit auf eine sehr persönliche Reise durch ihre Leseerfahrungen und zeigt dabei, wie vielfältig und individuell Literatur wirken kann.
Was ich besonders spannend fand, ist die Art, wie Meike Winnemuth ihre Gedanken strukturiert. Es ist kein klassischer Ratgeber und auch keine reine Sammlung von Buchbesprechungen, sondern vielmehr eine Mischung aus persönlichem Essay, Reflexion und literarischer Entdeckungsreise.
Ich habe das Buch nicht einfach „gelesen“, sondern bin gedanklich immer wieder stehen geblieben, habe Passagen auf mich wirken lassen und mich gefragt, wie ich selbst bestimmte Leseerfahrungen empfinde. Genau das macht für mich den Reiz dieses Buches aus.
Inhaltlich dreht sich alles um die zentrale Frage, warum Lesen uns so glücklich macht und genau diese Frage wird aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Ich fand es unglaublich bereichernd, wie viele Facetten des Lesens hier angesprochen werden. Gleichzeitig ist das Buch nie belehrend, sondern bleibt immer nahbar und ehrlich.
Der Schreibstil ist leicht, zugänglich und gleichzeitig tiefgründig. Meike Winnemuth schafft es, komplexe Gedanken rund um Literatur und Lesen so zu formulieren, dass sie sich fast selbstverständlich anfühlen.
Ich hatte durchgehend das Gefühl, einem sehr klugen, aber gleichzeitig sehr nahbaren Gespräch zu folgen, genau das macht das Lesen dieses Buches so angenehm.
Fazit:
Für mich ist „Eine Seite noch – Warum Lesen uns so glücklich macht“ ein absolutes Herzensbuch, das ich jedem empfehlen würde, der Bücher liebt.
Eure Nora


